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Musikfrühschoppen mit Williams Wetsox

Sonntag, 25.02.2018

37 Jahre Blues aus da Hoamat

Einlass: 11:00
Beginn: 10:00
Eintritt: 12 €

Williams Fändrich ist eines dieser bayerischen Blues-Originale. Seit 1980 zieht der Musiker mit Kollegen unter dem Bandnamen Williams Wetsox durch die Lande. Sein Blues in der Tradition als Volksmusik der Tramps und Outlaws schlägt sich in seinen Texten nieder, die man fast als aktualisierte Form bayerischer G’stanzl sehen kann. So erzählen Wetsox' Lieder mit kratziger Stimme und im bairischen Dialekt direkt vom Leben, von Leid und Liebe, aber auch von der Welt (und ihrer Schönheit) um ihn herum.

Verpackt wird das Ganze mit urwüchsigem, kernigem Bluessound. Recht basisch instrumentiert. Gitarre (egal ob elektrisch verstärkt oder akustisch), Orgel und Schlagzeug reichen Williams Wetsox in der Regel. Das klingt dann meist - auf äußerst angenehme Art und Weise - nach rauchig-düsterem Kellerclub, in dem eine geschmackliche Patina von Schweiß und Whiskey in der Luft hängt. Aus vermeintlich unspektakulären Zutaten erschafft das Trio so feine Songs.

Ganze 14 Stück gibt es davon auf der neuesten CD Wohi? Wohi?. Mal entspannt akustisch mit einer großen Portion an Lässigkeit („Wärm mei Soi“), rhythmisch und antreibend („Hey junger Bursch“, „Traurige Zeit’n“), basisch und „oldschool“ („So alloa“), regelrecht rockig („I hoff es gibt an Weg“) oder auch mal ganz intim, allein mit akustischer Gitarre und Gesang („Wenn Du lebst“) - es wird immer etwas Abwechslung gesucht. Die Platte lädt zu einer Entdeckungstour ein, auf der man zahlreiche gute Songs findet. Als Anspieltipps taugen vor allem der mit einem lässigen Sax gespielte Titeltrack, das schon fast hymnische „Hoch die Humpen“, das melodische „Nebe‘ ziagt auf“ oder das charmante, programmatische „I hob an Blues“.

Wohi? Wohi? ist ein gutes Album mit viel Seele. Dabei ist es egal ob man des Bairischen mächtig ist oder nicht. Denn: Blues funktioniert als universelle Sprache immer. Man kann sich die Platte nebenbei auch gut zum letzten Album vom Labelkollegen und Gesinnungsgenossen Schorsch Hampel stellen.


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